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Burgen & Schlösser

Wo Ritter und Edelleute einst lebten
Wer den Taunus besucht und sich für seine Geschichte interessiert, kommt nicht umher, sich mit den beeindruckenden Burgen und Schlössern zu beschäftigen, die unweit von "Mainhatten" schmucke Altstädte überragen, Parkanlagen romantisieren und für echte Landschaftserlebnisse sorgen. Die Burgen im Taunus gehören zu den schönsten im Rhein-Main-Gebiet. Meist als Ruinen erhalten, bieten Sie den Rahmen für spannende Führungen und hochkarätige Veranstaltungen. Burg Königstein gehört zu den größten Burgruinen Deutschlands. Vom Bergfried der Burg in Kronberg sowie vom Weißen Turm des Landgrafenschlosses in Bad Homburg genießt man einen spektakulären Blick auf die Skyline von Frankfurt am Main. Die hinter den alten Mauern untergebrachten Museen gewähren mit ihren liebevoll aufbereiteten Inhalten spannende Einblicke in die Zeit der Ritter und Edelleute (Titelbild: Residenzschloss Idstein).
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Wehrheim
Ka­s­tell Ka­pers­burg
Dort, wo der Limes nicht mehr auf dem Taunushauptkamm, sondern in fast nördlicher Richtung über eine flache Senke vor dem Saukopf verläuft, liegen auf eine Höhe von rund 420 Meter über NN die Ruinen der Kapersburg. Die Kastellruine wurde anlässlich der Anerkennung des Limes als UNESCO-Weltkulturerbe (Juli 2005) komplett restauriert und in einen Park umgestaltet. Das Kastell Kapersburg wurde bereits Ende des 1. Jahrhunderts unter Kaiser Trajan aus Holz angelegt und später durch Steinbauten ersetzt. Es hatte drei Ausbaustadien, wobei die Fundamente der letzten Ausbauphase, die teilweise konserviert wurden, am besten sichtbar sind. Seit der zweiten Ausbauphase besaß das Truppenlager ein Badegebäude, dessen steinerne Teile des Unterbaus ebenfalls konserviert wurden und heute noch sichtbar sind. Das Badeebäude befindet sich zwischen der Kapersburg und dem Limes. Darüber hinaus wurden Spuren eines Kastelldorfes östlich des Kastells am Hang des Saukopfes gefunden. Die Kapersburg wurde wohl errichtet, um das weitaus ungünster gelegene und schlechter mit Wasser zu versorgende Kleinkastell Ockstadt zu ersetzen. Die Besatzung des Kastells bestand aus einem Numerus (ca. 150 Mann) von einheimischen Hilfstruppen, die im damaligen Nida (heute Frankfurt-Heddernheim) rekrutiert worden waren. In den Alamannenstürmen Mitte des 3. Jahrhunderts ist die Kapersburg wohl mit ihrer Besatzung untergegangen. Der antike Name der Kapersburg ist übrigens nicht bekannt. Im Jahr 1482 tauchte der Name "Karpesserburgk" zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Im 18. und auch noch 19. Jahrhundert dienten die Ruinen als Steinbruch für das nahe Pfaffenwiesbach, wo man den Bau von Schule und Kirche damit vorantrieb.
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