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Burgen & Schlösser

Wo Ritter und Edelleute einst lebten
Wer den Tau­nus be­sucht und sich für sei­ne Ge­schich­te in­ter­es­siert, kommt nicht um­her, sich mit den be­ein­dru­cken­den Bur­gen und Schlös­sern zu be­schäf­ti­gen, die un­weit von "Main­hat­ten" sch­mu­cke Alt­städ­te über­ra­gen, Park­an­la­gen ro­man­ti­sie­ren und für ech­te Land­schaft­s­er­leb­nis­se sor­gen. Die Bur­gen im Tau­nus ge­hö­ren zu den sc­höns­ten im Rhein-Main-Ge­biet. Meist als Rui­nen er­hal­ten, bie­ten Sie den Rah­men für span­nen­de Füh­run­gen und hoch­ka­rä­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen. Burg Kö­n­ig­stein ge­hört zu den größ­ten Burg­rui­nen Deut­sch­lands. Vom Berg­fried der Burg in Kron­berg so­wie vom Wei­ßen Turm des Land­gra­fen­sch­los­ses in Bad Hom­burg ge­nießt man ei­nen spek­ta­ku­lä­ren Blick auf die Sky­li­ne von Frank­furt am Main. Die hin­ter den al­ten Mau­ern un­ter­ge­brach­ten Mu­se­en ge­wäh­ren mit ih­ren lie­be­voll auf­be­rei­te­ten In­hal­ten span­nen­de Ein­bli­cke in die Zeit der Rit­ter und Edel­leu­te (Ti­tel­bild: Re­si­denz­sch­loss Id­stein).
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Königstein im Taunus
Burg­rui­ne Kö­n­ig­stein
Die ältesten sichtbaren Mauerteile von Burg Königstein stammen aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Sie stehen im „Fischgrätmauerwerk“ im Süden und Westen der Befestigungsanlage. Die Burg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert zur Sicherung der wichtigen Reichstraße Frankfurt - Köln erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer wieder umgestaltet und ausgebaut. Die Herren von Falkenstein (1255-1418) errichteten beispielsweise die unteren Geschosse des Burgturms und den Palas. Im Reichskrieg 1364 wurde die stark beschädigte Burg zur Residenz ausgebaut (durch die späteren Grafen von Eppstein). Zu ihren Baumaßnahmen gehörten u.a. die Gewölbeküche, der Sternensaal und die Burgkirche. Aufgrund der Zerstörung durch die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts erscheint die Burg heute als Ruine. Die zweitgrößte Festungsruine Deutschlands bietet ein großartiges Panorama mit Blick über die Rhein-Main-Ebene und in die Taunuswälder. Die Burg ist durch den 3BurgenWeg mit den Burgen in Kronberg und Falkenstein verbunden. Seit September 2015 ziert eine sogenannte Stauferstele den Innenhof der imposanten Anlage. Stauferstelen sind oktogonale Gedenksteine, die im Rahmen eines Projekts des Komitees der Stauferfreunde "an Europas herausragendsten Stauferstätten" installiert wurden. Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt findet das große Königsteiner Ritterturnier auf der Burganlage statt. Das Burgfest mit Umzug wird 2018 vom 10. bis 12. August gefeiert. Geführte Touren: Burgführungen mit dem Minnesänger Cuno von Königstein oder anderen erfahrenen Stadtführern können Sie über die Kur- und Stadtinformation buchen.
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Hohenstein
Burg Ho­hen­stein
Burg Hohenstein ist eine der größten und schönsten Burgruinen der Region. Seit der hessischen Gebietsreform ist die Burg Namensgeberin für die Gemeinde "Hohenstein". Das imposante Bauwerk liegt reizvoll über der waldreichen Mittelgebirgslandschaft des Untertaunus im wohl schönsten Abschnitt des Aartals. Das trutzige Gemäuer wurde 1190 von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut und 1422 durch Johann III. erweitert. 1604 erfolgte die Ausbesserung und Verstärkung der Befestigungsanlagen durch Moritz den Gelehrten. Im 30-jährigen Krieg wurde Burg Hohenstein zerstört, ein Wiederaufbau durch Landgraf Ernst nach Kriegsende scheiterte. Burg Hohenstein ist der geschichtlich bedeutendste Ort und gleichzeitig das Wahrzeichen der Gemeinde Hohenstein. Jedes Jahr zur Spielzeit der Taunusbühne Bad Schwalbach wird der Burghof der Ruine zur Kulisse der Burgfestspiele. Von April bis September kann die Burg bei freiem Eintritt besichtigt werden. Zugänglich ist dabei auch der Bergfried der Burg, von dem man einen tollen Ausblick über das Unterdorf von Burg-Hohenstein sowie das ehemalige Bahnhofgebäude der Taunusgemeinde und die Gustav-Adolf-Kirche aus dem Jahr 1884 hat. Infotafeln im Eingangsbereich informieren Besucher über die bewegte Vergangenheit der Burg. Der BUND Hohenstein bietet jeweils am ersten Sonntag im Monat auf Burg Hohenstein an. Beginn ist jeweils um 11:00 Uhr, für Erwachsene kostet die Teilnahme 5,00 €. Die Führungen finden 2018 am 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August und 2. September statt. Extraführungen innerhalb der Öffnungszeiten können unter der Telefonnummer (0 61 20) 14 92 oder per E-Mail an werdie@gmx.net vereinbart werden. Die Führungen beinhalten die geschichtliche Entwicklung der Burg Hohenstein und die anschauliche Beschreibung der heutigen Ruine unter Berücksichtigung der Geologie und der dort lebenden Flora und Fauna.
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Schmitten im Taunus
Burg Rei­fen­berg
Burg Reifenberg wird erstmals 1331 urkundlich erwähnt. Die Erbauung der Burg erfolgte jedoch (vermutlich) mehr als einhundert Jahre zuvor. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der Baubeginn der mittelalterlichen Anlage bereits im zehnten oder elften Jahrhundert stattgefunden hat. Die Burg war im Besitz des Geschlechts der Riffenberger, die mit den Hattsteinern verwandt waren. Daher könnte es sein, dass Burg Reifenberg im heutigen Schmitten-Obereifenberg, errichtet wurde, weil Burg Hattstein zu klein geworden war. Die Bewohner von Burg Reifenberg waren in zahlreiche Fehden verwickelt, auch familienintern. Immer wieder kam es zu Kämpfen zwischen den verschiedenen Linien der Riffenberger. Im Rahmen der sog. "Hattsteiner Fehde" (1428-1435) eroberten die Bewohner von Burg Riffenberg zusammen mit Frankfurt und Kurmainz im Jahre 1432 Burg Hattstein und zerstörten sie schließlich im Jahr 1467. Im Jahr 1560 erobert Friedrich von Riffenberg die zur Wetterau-Linie der Riffenberger gehörende Burg Riffenberg. Im Jahr 1587 ließ er sie niederbrennen. Daraufhin wurde die Burg wiederhergestellt, sie war allerdings während des Dreißigjährigen Krieges erneuten Zerstörungen ausgesetzt. Im Jahr 1632 verlor der letzte Ritter von Reifenberg (Riffenberg) Philipp Ludwig die Burg zeitweilig an die Schweden und ab 1644 an die kaiserlichen Truppen. Zwei Jahre später wurde die Burg zerstört. Erst nach dem Westfälischen Frieden erhielt Philipp Ludwig die Burg zurück und ließ wieder auf- und umbauen. Im französisch pfälzischen Krieg wurde die Burg im Jahr 1689 endgültig zerstört. Tag der offenen Burg: Von April bis Oktober an jedem letzten Sonntag im Monat. Ab 14:00 Uhr heißen der Burgverein und die Reifenberger Härmleins Sie mit Kaffee und Kuchen, Tanzauftritten und Geschichtenerzählungen herzlich willkommen. Geführte Touren: Nach Absprache möglich
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