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Wandern

Auf Wegen und Pfaden durch den Taunus
Wandern ist die wohl beliebteste Freizeitaktivität im Taunus. Kein Wunder, begeistert das "schönste Mittelgebirge der Welt" (Alexander von Humboldt) seine Besucher doch mit einem ausgedehnten Wegenetz, sehenswerter Natur und Kulturdenkmälern von Rang. Das Wanderrevier Taunus ist gespickt mit abwechslungsreichen Wegen, die gut beschildert durch die verschieden Abschnitte des Mittelgebirges verlaufen. Allein im Naturpark Taunus gibt es 210 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von fast 1200 Kilometern (Titelbild: Wegweiser am Kleinen Feldberg © Taunus Touristik Service e.V.). Willkommen in der Wanderregion Taunus!
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Schmitten im Taunus
Him­mels­lei­ter
Sportliche Himmelsstürmer kommen auf diesem Rundwanderweg voll auf ihre Kosten. Das Wanderzeichen "Meise" führt die Wanderer zum Aussichtsturm Pferdskopf, über den alten Höhenweg und über den Weißen Stein. Für den Rundweg sollte ein halber Tag eingeplant werden, die reine Gehzeit beträgt etwa 3,5 Stunden, dabei sind insgesamt 366 Höhenmeter zu bewältigen. Der Start des Rundwegs Himmelsleiter ist auf 434 m ü. NN. an der katholischen Kirche St. Karl Borromäus in Schmitten, der Einstieg ist aber auch an anderer Stelle an den zahlreichen Wanderparkplätzen möglich. Von der Kirche aus geht es in Richtung Ortsmitte, anschließend rechts auf den Weiltalweg, der entlang der Weil in Richtung Dorfweil führt. In Dorfweil überqueren Sie die L3025. Auf der anderen Seite des Tals führt der Weg weiter über den Weiltalweg am Wanderparkplatz Dorfweil vorbei in Richtung Brombach. Nach etwa 50 Minuten biegt der Wanderweg Himmelsleiter in Brombach vom Weiltalweg ab. Es folgt eine weitere Überquerung der L3025 an der Luthereiche. Bevor der Aufstieg zum Pferdskopf beginnt, können Sie sich am Imbiss "Blockhausgrill" oder an der Tankstelle mit Proviant versorgen. Der Weg führt weiter durch einen Buchenwald, bevor er nach ca. 40 Minuten den Wald verlässt und auf einem naturbelassenen Pfad bergan durch die Felder verläuft. Ruhebänke laden zu einer Pause mit Fernblick ein. Ein Schlepplift sorgt hier im Winter für Skibetrieb. Weiter geht es durch das Bergdorf Treisberg, wo das Cafe Pension Marx zu einer Pause einlädt. Der Weg führt hinter Treisberg weiter bergan über einen schmalen Pfad, der auch Teil des Taunus Schinderhannes Steigs ist. So ist schnell der höchste Punkt der Wanderung erreicht, der Pferdskopfgipfel mit 662,6 m ü. NN. Der 34 Meter hohe Aussichtsturm Pferdskopf bietet einen beeindruckenden Ausblick. Nun führt der Wanderweg Himmelsleiter hauptsächlich bergab durch einen Fichtenwald. Dabei folgt er dem Höhenweg in Richtung Schmitten und präsentiert einen weitläufigen Blick über das Leistenbachtal. Die Schutzhütte am Weißen Stein liegt ebenfalls auf dem Weg. Das letzte Stück des Weges führt durch Streuobstwiesen zurück nach Schmitten. Ein geeigneter Ort, um die Wanderung bei einem Stück Kuchen oder einem deftigen Essen ausklingen zu lassen, ist das 4-Sterne-Hotel Restaurant Kurhaus Ochs in Schmitten.
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Kriftel
Bo­nifa­ti­us­rou­te
Ein Wanderweg der besonderen Art quert fast den gesamten südlichen Main-Taunus: Die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda. Der Einstieg in den (Main-) Taunus beginnt am Bahnhof in Kriftel, von dort verläuft die Route über Liederbach und Eschborn nach Frankfurt und in die Wetterau. Zur Erinnerung an den Apostel der Deutschen besteht seit 2004 eine rund 180 Kilometer lange Wander- und Pilgerroute. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, auf dem 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz nach Fulda überführt wurde. Zwischen den bedeutenden geistlichen Zentren Mainz und Fulda mit ihren zahlreichen Kirchenbauten und Bauwerken aus allen Epochen, führt die Route durch ganz unterschiedliche Kulturlandschaften: Das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet mit der Frankfurter Skyline ebenso wie die traditionsreichen Orte im Vordertaunus, die Wetterau mit ihren weiten Acker- und Streuobstflächen, der Vogelsberg mit bizarren Gebilden aus grauem Basalt als Zeugen erloschender vulkanischer Aktivität und schließlich das Fuldaer Land mit seinen ursprünglichen Fachwerksdörfern. Im Main-Taunus vermittelt die Strecke zunächst Einblicke in die alte Weinbaulandschaft, es folgt die pulsierende Bürostadt von Eschborn, die im Kontrast zu frühmittelalterlicher Beschaulichkeit steht. Die Wegstrecke im Main-Taunus beträgt rund 35 Kilometer. Die Markierung erfolgt durch Wanderschilder, die das offizielle Logo zur Bonifatiusroute zeigen. Die Abzweige zu den an der Route gelegenen RMV-Stationen werden durch die Rhein-Main-Vergnügen-Schilder mit dem aufgedruckten Bonifatiuslogo markiert. Auf der gesamten Strecke weisen zusätzliche Informationstafeln auf besondere kulturelle, historische und natürliche Sehenswürdigkeiten hin. Der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) bietet im Rahmen des Rhein-Main-Vergnügens eine besondere Karte zur Bonifatiusroute an. Neben dem gesamten Verlauf der Routen informiert diese über den RMV zu beziehende Karte auch über kulturelle Anlaufpunkte.
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Kelkheim (Taunus)
Tau­nus Schin­der­han­nes Steig
Der Taunus Schinderhannes Steig zählt unbestritten zu den spektakulärsten Wanderwegen im Taunus. Der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg ausgezeichnete Weg führt auf 38 Kilometern durch Wälder und Wiesen über den Taunuskamm, vorbei an geschichtlichen Höhepunkten wie dem UNESCO Welterbe Limes und Burg Eppstein. Das Wandererlebnis mit zahlreichen Fernblicken ist ein Spiegel des Taunus, der auf diesem Weg einmal mehr zeigt, warum er das "schönste Mittelgebirge der Welt" (Alexander vom Humboldt) ist. Am Startpunkt des Taunus Schinderhannes Steig angekommen, zeigt sich recht schnell der besondere Charakter dieses Wanderweges. Denn der Weg führt von der Straße, den Gebäuden, ja fast der Zivilisation weg in den Wald hinein. Und so stimmen bereits die ersten Meter des Taunus Schinderhannes Steig auf seinen weiteren Verlauf ein, der den Wanderer dazu bringen möchte, die Welt um ihn herum zu vergessen und die Eindrücke des Weges, des Waldes und der Natur aufzunehmen. Übrigens: Bereits der Namensgeber des Pfades, der berühmt-berüchtigte Räuber Johannes Bückler („Schinderhannes“, 1779-1803) genoss die Reize des Taunuswaldes und schätzte diesen für seine Unberührtheit und Ruhe - und als Zufluchtsort. Hat man den Gimbacher Hof in Kelkheim als Startpunkt gewählt, geht es nach dem ersten größeren Waldstück an Feldern vorbei gen Norden, wobei sich einem atemberaubende Blicke auf die Frankfurter Skyline sowie die umliegenden Taunushänge bieten. Kurz vor der Burgstadt Eppstein erreicht man den „Kaisertempel“, das an die Gründer des Deutschen Reichs 1871 erinnern soll. Im Inneren des Denkmals finden sich Büsten Bismarcks, Kaiser Wilhelm dem I. und weiteren Reichsgründern. Der Außenbereich gewährt einen sehenswerten Blick auf Eppstein und seine Umgebung. Nach dem Abstieg vom Staufen (451 m) durchquert man den Ort, auf den man soeben geblickt hat und kann nicht ohnehin kommen, die mächtige Burgruine zu bewundern, die als Stadtkrone über Eppstein thront. Nun führt der Schinderhannes Steig abermals in Richtung Norden, bis mit dem Atzelberg (507 m) die höchste Erhebung im Main-Taunus-Kreis wartet. Unterhalb eines Aussichtsturmes lädt eine Rastmöglichkeit mit Feuerstelle zum Verweilen ein. Hat man sich von der spektakulären Aussicht vom Atzelberg losgerissen, geht es weiter durch Schloßborn und Glashütten, wo ein besonders schöner Abschnitt des Steiges auf Wanderer wartet. Bei Glashütten (hier können die Ruinen der namensgebenden Glasverhüttungsofen angeschaut werden) biegt man weiter in den Wald hinein und überquert den Limes, das größte Bodendenkmal Europas. Weiter geht es durch den Wald über einen Hügelkamm und an der "Feldberggemeinde" Schmitten vorbei, bis man bei Treisberg den Pferdskopf erreicht und den dortigen Aussichtsturm erklimmen kann. Auch der Blick vom Pferdskopf (663 m) entschädigt für so manche Strapaze. Denn fast nirgendwo sonst kann man den nördlichen Taunus besser überblicken als hier! Hat man Treisberg passiert, biegt man auf die Zielgerade ein. Nun geht es bergab bis zur Landsteiner Mühle und dort beginnt der Weg so symbolisch wie er angefangen hat: mit dem Austritt aus dem Blätterdach...
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